'Werte': Nietzsche und die Karriere eines Themas

30. Nietzsche-Werkstatt Schulpforta

 

20. bis 23. September 2022

 

Wissenschaftliche Leitung: Rainer Adolphi (Berlin) und Helmut Heit (Weimar)


Nietzsche hat das Thema ‚Werte‘ auf die Agenda gesetzt. Aber so wirkungsmächtig seine Formel von der „Umwerthung der Werthe“ geworden ist, so umstritten ist auch, was sein Konzept ‚Werte‘ auszeichnet und wie es zu den Kontexten des 19. Jhs. und den großen wertphilosophischen Strömungen seit dem Beginn des 20. Jhs. steht. In den heute so allgegenwärtigen gesellschaftlichen Diskursen über ‚Werte‘ scheinen Nietzsches Bestimmungen – die aktive Kritik wie auch der empfundene Verfall, die Unterscheidung von Typen und das Pathos einer neuen Werte-Setzung – vielleicht evidenter, als sie sind.

 

Die Werkstatt möchte hier Nietzsches Beitrag differenziert erörtern: indem Texte und Kontexte Nietzsches noch einmal in intensiver Lektüre neu erschlossen werden; durch Vorstellung und Diskussion der Projekte von den Teilnehmenden, die sich mit diesem Feld befassen; und indem das von Nietzsche zu Lernende auch einzubinden versucht wird in Verhältnisse zu anderen und aktuellen Konzepten.

 

Eingeladen seien ausdrücklich auch Forscher*innen, die von anderen werttheoretischen Konzeptionen ausgehend dazu beitragen möchten, Nietzsches Position und Wirkung besser und differenzierter zu verstehen.

 

Rückschau

 

Die TeilnehmerInnen der Nietzsche-Werkstatt in Schulpforta 2021


 

Von links nach rechts: Prof. Dr. Christoph König, Dr. des. Elisabeth Flucher, Leyla Jalili B.A., Jann Dirk Benschneider B.A., Prof. Dr. Ricardo Bazilio Dalla Vecchia, Dr. des. Na Schädlich, Dr. Vincenz Pieper und Dr. Ralf Eichberg. (Es fehlen: Prof. Dr. Guillaume Métayer, Dr. Niels Penke und Stephan Turowski).